
Rindfleisch:
kräftig, marmoriert und deftig
Rindfleisch bezeichnet Teilstücke von
weiblichen Jungtieren (den Färsen) sowie von
Kühen, Bullen und Ochsen. Das richtige
Fleischstück ist eine wichtige
Voraussetzung, damit die unterschiedlichen
Gerichte gut gelingen. Grundsätzlich gilt:
Die zartesten Stücke stammen beim Rind von
Teilen wie zum Beispiel Rücken und
Innenseite der Keule.
Je stärker die Muskeln beansprucht werden,
umso gröber sind die Fleischfasern.
Kurzfaseriges Fleisch benötigt weniger
Garzeit als grobfaseriges. Von wesentlicher
Bedeutung ist darüber hinaus der
Reifeprozess. Denn erst gut abgehangen und
mit ausgeprägter Fettmarmorierung werden
die Teilstücke zart und saftig.
Keule
Mit Oberschale, Unterschale und Kugel –
braten und kochen
Das zarte Fleisch der Oberschale eignet sich
bestens für große Rouladen und herrliche
Braten, außerdem für mageres Tartar,
Fonduefleisch und Beefsteaks. Das
Muskelfleisch der Unterschale ist perfekt
zum Kochen, Pökeln und Schmoren. Besonders
gut schmeckt es als Gulasch, Rostbraten oder
Rouladen.

Hochrippe
Saftig und kräftig
Die Hochrippe stammt aus dem vorderen
Rücken. Sie ist sehr saftig, da das
Muskelfleisch von feinen Fettäderchen
durchzogen ist. Mit dem Knochen gebraten
oder gegrillt schmeckt dieses Teilstück
besonders kräftig. Aus der Hochrippe gewinnt
man das Côte de Boeuf.

Hüfte
Zart und saftig
Das Fleisch aus der Hüfte hat eine lockere
Faserstruktur und ist von feinen
Fettäderchen durchzogen, wodurch es zart
und saftig wird. Es ist bestens zum Braten
und Schmoren geeignet, aber auch für
Rouladen, Beef oder Hüftsteaks.

Fehlrippe/Hohe Rippe
Für deftige Gerichte
Dieses saftige Stück eignet sich erstklassig
zum Kochen, Schmoren und Braten. Es ist
daher ideal für würzige Sauerbraten, deftige
Eintöpfe und feine Gulaschgerichte. Lange
genug abgehangen lässt es sich auch
hervorragend für Fondue verwenden.

Schulter
mit dickem Bugstück, Schaufelstück
und falschem Filet
Aus der Schulter lassen sich schöne
Bratenstücke schneiden, z. B. dicker Bug,
Schaufelstück, sowie das falsche Filet.
Dieses Teilstück verdankt seinen Namen der
Ähnlichkeit mit dem echten Filet. Es ist
weniger kompakt und von feinen Fleischfasern
durchzogen. Das falsche Filet lässt sich
bestens zur Zubereitung von Spick- und
Schmorbraten, aber auch für geschmorte
Ragouts, Eintöpfe und Sauerbraten verwenden

Brust und Querrippe
Prädestiniert zum Kochen
Die Brustspitze liefert festes, mit
Fleischfett überzogenes Fleisch, das sich
ausgezeichnet zum Kochen eignet. Es bleibt
beim Garen schön saftig, da es kernig und
von Fettschichten durchzogen ist. Dieses
Fleisch findet gute Verwendung für deftige
und kräftige Eintöpfe.

Roastbeef
Steaks in rosa
Roastbeef ist besonders saftig, und man brät
es grundsätzlich rosa. Vor dem Aufschneiden
sollte das Roastbeef auskühlen, damit sich
der Temperaturunterschied zwischen der
heißen Fleischoberfläche und dem warmen
Fleischkern ausgleicht. Aus dem Roastbeef
schneidet man die großen, klassischen
Steaks.

Filet
Das Premiumstück
Das heiß begehrte Filetfleisch liegt unter
dem Roastbeef. Da die Rückenmuskulatur
weniger beansprucht wird, ist das Filet
besonders zart und feinfaserig. Aus diesem
Stück bereitet man Filetsteaks,
Chateaubriand, Tournedo, Mignon und
Medaillon, die kleinsten und feinsten
Steaks. Die dünne Filetspitze lässt sich
hervorragend für „Boeuf Stroganoff“ und
Filetgulasch verwenden.
