
Kalbfleisch:
mild, mager und feinfaserig
Kalbfleisch zeichnet sich besonders durch sein
mildes Aroma aus. Es stammt von jungen Tieren,
die beim Schlachten etwa zwischen fünf und sechs
Monate alt sind. Das magere, feinfaserige
Fleisch ist hellrosa und weist eine
feuchtglänzende Schnittfläche auf. Kalbfleisch
enthält wenig Bindegewebe und Fett. Somit ist es
leicht verdaulich und sehr gut bekömmlich.
Zur Reifung braucht Kalbfleisch nur zwei bis
drei Tage. Danach kann es für jede
Zubereitungsart verwendet werden. Es eignet
sich ideal zum Kurzbraten und Schmoren.
Allerdings besitzt es einen höheren
Wasseranteil als Rind- oder Schweinefleisch.
Deshalb sollte man Kalbfleisch zunächst scharf
anbraten und dann bei niedrigen Temperaturen
weiter garen lassen.
Kalbskeule
Für Schnitzelliebhaber
Die Keule setzt sich aus Oberschale, Hüfte,
Unterschale und Nuss (Kugel) zusammen. Alle vier
Teilstücke eignen sich perfekt für die beliebten
Kalbsschnitzel und ebenso gut für köstliche
Braten. Aus Unterschale und Hüfte lassen sich
außerdem saftige Rouladen und Geschnetzeltes
zaubern. Die Kalbsnuss ergibt herrliches
Gulasch, Geschnetzeltes und ebenfalls
vorzügliche Braten. Die Oberschale zeichnet sich
durch besonders zartes Fleisch aus, wird mit
Vorliebe für Rouladen verwendet und ist das
klassische Teilstück für das original „Wiener
Schnitzel“.

Kalbsschulter
Saftig und zart
Auch die Schulter besteht aus verschiedenen
Stücken. Die vordere Schulter, auch flacher Bug
genannt, eignet sich gut zum Kochen und
Schmoren. Aus der rückwärtigen Schulter gewinnt
man das zarte Schulterfilet. Daraus lassen sich
– wie auch aus der dicken Schulter – herrliche
Braten zubereiten. Natürlich kann man das
Schulterfilet auch für saftiges Gulasch und
Frikassee verwenden.

Kalbsnacken
Vielseitig und aromatisch
Kalbsnacken bietet für die Zubereitung viele
Möglichkeiten. Er ist von feinen Fettäderchen
durchzogen und eignet sich hervorragend zum
Kochen, zum Braten und Schmoren. Aromatische
Gallertstoffe geben Suppen und Saucen eine feine
Würze und gute Bindung. Besonders gut lässt sich
der Nacken für das klassische Ragout fin,
Frikassee und Gulasch verwenden. Saftige
Koteletts werden ebenfalls aus diesem Teilstück
geschnitten.

Kalbsbrust
Der Allrounder
Ob gefüllt, gebraten oder gekocht: Kalbsbrust
ist immer eine gute Wahl. Auch für Ragout und
Frikassee ist das Teilstück zu empfehlen. Zum
Befüllen wird das Fleisch parallel zu den
Fleisch-schichten eingeschnitten und
z. B. mit Hackfleisch, Brot, Kräutern oder einer
pikanten Füllung aus getrockneten Früchten
verfeinert.

Kalbsrücken
Für Feinschmecker
Der Rücken (Sattel) von sehr jungen Tieren wird
in der klassischen Küche auch im Ganzen im Ofen
gebraten. Das Fleischstück ist wie gemacht für
einen prächtigen Braten. Für die schnelle Küche
sind Koteletts aus dem Rücken genau richtig.
Ausgelöst lassen sich aus dem Kotelett auch
zarte Schnitzel schneiden.

Kalbsbauch
Flach und knochenlos
Die Dünnung bezeichnet man auch als Bauch. Das
flache und knochenlose Fleischstück eignet sich
bestens für preiswerten Rollbraten, der mit
einer schmackhaften Füllung aus den
unterschiedlichsten Zutaten besonders köstlich
ist.

Kalbsfilet
Zart und exklusiv
Das Kalbsfilet ist das zarteste Teilstück beim
Kalb und eines der teuersten Fleischstücke
überhaupt. Es kann am Stück oder als Medaillons
gebraten werden.

Vorder-/Hinterhaxe
Kernig und aromatisch
Die Haxen sind sehr aromatisch und kernig im
Biss. Gegrillt ist die Kalbshaxe eine echte
Delikatesse. In Süddeutschland schwört man auf
gebratene Kalbshaxe im klaren Bratensaft mit
deftigem Kartoffelsalat.

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